Reichenbonus-Referendum eingereicht!

Wir haben es geschafft – das Referendum gegen den Steuerbonus für reiche Eltern ist eingereicht. Über 60‘000 Unterschriften haben wir in kürzester Zeit gesammelt. Ein grosses Merci an alle, die uns dabei unterstützt haben!

Beim Sammeln wurde schnell klar: Die Erhöhung der Kinderabzüge für reiche Eltern kommt bei der Bevölkerung schlecht an. Denn nur gerade die fünf Prozent reichsten Haushalte profitieren wirklich vom 370-Millionen-Steuerbonus. Bezahlen muss dann der Mittelstand. Die Abstimmung findet voraussichtlich 2020 statt.

Es steht ein intensiver Abstimmungskampf bevor

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Argumente

Wie viel sparen Topverdiener dank dem Steuerbonus?
  • Konkubinatspaar mit 2 Kindern
  • Zweiverdienerehepaar mit 2 Kindern
  • Einverdienerehepaar mit 2 Kindern
  • Alleinstehend mit 2 Kindern
  • Konkubinatspaar mit 2 Kindern
  • Zweiverdienerehepaar mit 2 Kindern
  • Einverdienerehepaar mit 2 Kindern
  • Alleinstehend mit 2 Kindern

Die Kinderabzüge sollen bei der direkten Bundessteuer von 6‘500 auf 10‘000 Franken erhöht werden. Was als Familienförderung verkauft wird, entpuppt sich jedoch als Bonus für Topverdiener. Denn von den Abzügen bei der direkten Bundessteuer profitieren nur jene, die es nicht nötig haben.

Ein Steuerbonus für jene, die es nicht nötig haben

Es profitieren vor allem Eltern ab 150‘000 CHF Franken Einkommen aufwärts. Den grössten Abzug gibt es für Einkommen ab 300‘000 Franken – Topmanager, Chefärztinnen, Banker. Der Bonus für reiche Eltern kostet die Allgemeinheit 350 Millionen Franken pro Jahr, davon gehen alleine 250 Millionen an die reichsten 22 Prozent der Familien. Über alle Haushalte gerechnet (also auch jene ohne Kinder) profitieren sogar nur 6 Prozent der Haushalte in der Schweiz.

Der Mittelstand muss das Steuergeschenk bezahlen

Nur ein Viertel der 350 Millionen Franken geht an Familien mit Brutto-Einkommen zwischen 100‘000 und 150‘000 Franken. Sie bekommen wenig, bezahlen aber die Rechnung, weil Steuereinnahmen fehlen: Wenn Prämienverbilligungen gestrichen und Kita-Tarife erhöht werden, sind diese Mittelstands-Familien als erste betroffen.

Die Hälfte der Familien geht leer aus

45 Prozent der Familien zahlen gar keine Bundessteuer, weil sie zu wenig verdienen. Sie können auch keine Abzüge machen. Jene Familien, die es nötig hätten, profitieren also null und nichts.

Defizite für Kantone

Der Bonus für reiche Eltern kostet die Kantone mindestens 70 Millionen Franken pro Jahr. Geld, das direkt bei den Familien fehlt, denn die Kantone finanzieren die Bildung, die Prämienverbilligung oder den öffentlichen Verkehr.

Wirksame Familienpolitik geht nicht über Steuern

Wie zahlen wir die Krankenkassen-Prämien? Wo finden wir eine bezahlbare Wohnung? Hat es noch freie Kita-Plätze? Diese Probleme beschäftigen Familien. Wer wirksame Familienpolitik betreiben will, muss dort ansetzen – und nicht bei einem Steuerbonus für Eltern, die es nicht nötig haben.